Seit Jahrzehnten forschen Mediziner an der Heilung einer HIV-Infektion – jetzt rückt sie in greifbare Nähe. Forscher haben eine molekulare Schere entwickelt, mit der das Erbgut des Virus aus der infizierten menschlichen Zelle herausgeschnitten werden kann. Andere Abschnitte im menschlichen Erbgut bleiben dabei unbeschädigt.

Britische Forscher haben die neue Therapie an einem 44-jährigen Patienten durchgeführt. Einem Bericht der „Sunday Times“ zufolge war das Virus nach ersten Tests nicht mehr im Blut des Patienten zu finden. Um sicherzugehen, dass die DNA-Schere auch nachhaltig wirkt, müsse der Patient aber noch mehrere Monate beobachtet werden.

Weltweit lebten 2015 36,7 Millionen Menschen mit HIV, 1,1 Millionen starben in dem Jahr an den Folgen von Aids. In Afrika zählt Aids in der Altersgruppe der Zehn- bis 19-Jährigen zur häufigsten Todesursache. Oft fehlt es ihnen an Sexualaufklärung und an einer lebensnotwendigen medizinischen Versorgung.
„Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung“

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